Die Zugabe von Zweitaktöl ist ganz sicher sinnlos. Das belegen die Kilometerkönige ja hervorragend. Die haben nie einen Tropfen von dem Zeug gesehen und unglaubliche KM Leistungen erreicht. Eine Mio. KM reicht mir eigentlich auch ☺ ... übrigens rät sogar die Firma Liqui Moly höchstselbst von der Beimischung ab!
Ich kann das nicht beurteilen, aber so einfach ist die Welt sicherlich nicht. Kilometerkönige (fängt für mich deutlich jenseits der 300tkm an) gibt es auch mit 2-T-Öl.
Auch dass ein Hersteller von teuren Additiven gegen die Verwendung von billigem 2-T-Öl ist, dem dieselben Eigenschaften nachgesagt werden, finde ich nachvollziehbar.
Leistungseinbussen und Verbrauchssteigerungen durch Zweitaktöl sind technisch offensichtlich. Das MUSS schlichtweg so sein, weil eben ZZP Richtung spät verschoben wird.
Berichtet wird von Leistungseinbußen nur bei Überdosierung. Tatsächlich wird auch eher von Verbrauchsreduzierung berichtet, was durch saubere Injektoren auch nachvollziehbar ist.
Eine Verschiebung des ZZP ist unbestritten. Fraglich ist jedoch, ob eine Beimengung von lediglich 0,4 % 2-T-Öl zum Dieselkraftstoff so exteme Auswirkungen haben kann, dass dies spürbar wird.
Klar ist aber die Problematik der metallischen Verbindungen im Zweitaktöl. Das hat Ablagerungen im Motor und auch abgasseitig zur Folge.
Das ist ganz sicher ein großes Problem für den DPF. Die "Metallverbindungen" sind gemeinhin als Additive bekannt. Noch schlimmer wäre jedoch ein Motorölverbrauch, da auch die Low-SAPS-Motoröle weit höher legiert sind, als die 2-T-Öle, die für eine innermotorische Verbrenung entwickelt wurden.
Wenn man also heute noch panscht, dann unbedingt mit einem mild- oder unlegiertem 2-T-Öl, also niemals mit einem Vollsynthetischen. Tatsächlich würde ich persönlich gar kein 2-T-Öl in einen Wagen mit geschlossenem DPF schütten, sondern eher auf ein SICHER metallverbindungsfreies Zusatzprodukt, wie Monzol-3C zurückgreifen.
Ich selbst fuhr lange einen M47, dessen Hochdruckpumpe / Einspritzventile noch für den Schwefel-Sprit entwickelt wurden. Den Motor habe ich bis 321.000 km mit 2-T-Öl behandelt und hatte keinerlei motorseitige Probleme.
Ich habe niemals Glühstifte, Einspritzdüsen, Hochdruckpumpe, Turbo o.Ä. wechseln müssen.
Tatsächlich wurde ich bei jeder AU gefragt, ob ich einen DPF nachgerüstet hätte, da die Trübungswerte so gering waren.
Ob man bei modernen Motoren mit dem heutigen in Westeuropa verfügbaren Dieselkraftstoff noch eine Erhöhung der Schmierreserve benötigt, bezweifele ich jedoch auch.
Die rußmindernde und reinigende Wirkung könnte jedoch auch heute noch interessant sein.