Beiträge von AndAnd

    Moin,


    jetzt kann ich endlich mal ein Update schreiben, denn ich habe gestern den NOx Sensor auf wieder einen neuen original BMW Sensor gewechselt:

    • Ich hatte keine Lust mir eine Bühne zu Mieten, hab das also wieder auf dem Hof der Schwiegereltern gemacht. Wer sich fragt, wie man sich behelfsmässig eine "Grube" bauen kann, hier mein Lösungsweg: Habe ihn in der Einfahrt auf Terassenplatten gestellt, mit dem Wagenheber, Stück für Stück hochpumpen, Platte drunter, runterpumpen, Platte unter den Heber, das ganze Spiel nochmal bis er unter jedem Rad auf drei Platten stand. Parkbremse ziehen versteht sich von selbst. Zur Sicherheit habe ich dann unter die vier Aufnahmepunkte vier Türme aus Terrassenplatten gebaut. Besonders hinten ist das zu empfehlen, da die Luftfederung ein echtes Risiko darstellt, dass er sich absenkt.
    • Die Sonde der NOx Sensorenheit habe ich nicht ohne Hitze und Gewalteinwirkung losbekommen. Ich habe den Motor eine halbe Stunde im Stand warmlaufen lassen, dann habe ich mich mit einem Schraubenschlüssel, einem Holzklotz und einem Hammer unter den Wagen gelegt und drauflos gekloppt (auf den Schraubenschlüssel, nicht auf die Sonde). Es hat echt einige kräftige Schläge gebraucht, bis sich die Mutter gedreht hat.
    • Die neue Sensoreinhat hat eine absteckbare Sonde. Ob sich da jemand endlich mal was gedacht hat?
    • Ich habe bei der Gelegenheit auch die Zündkerzen gewechselt. (Wen es interessiert, für M12 x 1,25 steht: 23Nm +/- 3Nm in der Werkstattsoftware meines Vertrauens).
    • Danach habe ich die Adaptionswerte zurückgesetzt, den Fehlerspeicher gelöscht und die Aussetzererkennung gestartet. Alles unauffällig.
    • Eine ca. 30km lange Probefahrt über Landstrasse war erfolgreich, danach habe ich den Fehlerspeicher ausgelesen, keine Fehler mehr vorhanden. SUbjektiver Eindruck: wesentlich verbessertes Schaltverhalten.

    Wen es interessiert: Ich habe auch die Getriebeadaptionswerte mit den Werten von vor ca. 40Tkm verglichen, dazwischen war mein Fahrprofil sehr Mittelstreckenlastig, ca. 20tkm entfielen auf Fahrten von etwa 30km Länge, teils Stadtverkehr und hügeliges Gelände auf Bundesstrassen. Ich hatte mir auch wegen des unruhigen Schaltverhaltens bisher sorgen über vorzeitigen Verschleiss gemacht. Änderungen habe ich hervorgehoben.


    Fahrleistungca. 100Tkmca. 140Tkmca. 140Tkm + 30km
    Kupplungsdrücke
    Kupplung Aca. -230mbarca. -240mbarca -220mbar
    Kupplung Bca. -70mbarca. -100mbarca. -70mbar
    Kupplung Cca. 90mbarca. 130mbarca. 130mbar
    Kupplung Dca. -60mbarca. -10mbarca. -10mbar
    Kupplung Eca -80mbarca. -130mbarca. -120mbar
    Schnellfüllzeiten
    Kupplung Aca. 12msca. 12msca. 12ms
    Kupplungs Bca. 11msca. 2msca. 2ms
    Kupplung Cca. -3msca. -3msca. -3ms
    Kupplung Dca. -2msca. -5msca. -5ms
    Kupplung Eca. 1msca. 1msca. 1ms


    Aus reiner Neugierde habe ich mal in der Werkstattsoftware meines Vertrauens nachgeschaut, welche Kupplung beim 8HP an welchem Gangwechsel beteiligt ist. Da ich bisher diese Tabelle nirgendwo im Netz gefunden habe, schreibe ich die mal ab:


    Gang 1 2 3 4 5 6 7 8 Rückwärts
    Lamellenbremse A x x o o o o x x x
    Lamellenbremse B x x x x x o o o x
    Lamellenkupplung C x o x o x x x o o
    Lamellenkupplung D o o o x x x x x x
    Lamellenkupplung E o x x x o x o x o
    Übersetzung 4,714 3,143 2,106 1,667 1,285 1,000 0,839 0,667 - 3,317


    Wer will darf da jetzt reininterpretieren...

    • ...dass ich aufgrund meines Fahrprofils viele Gangwechsel zwischen den Gängen 1-2 (Anfrahen Stau und Stadt) und 3-4 (stockender Verkehr) hatte. Ein vorzeitiger Verschleiss aufgrund schlechter Motorabstimmung und daher härteren Wechseln erscheint mir möglich.
    • ... dass das NOx System an der Motorabstimmung beteiligt ist, und ein funktionierendes NOx System die Motorabstimmung - und damit die Gangwechsel - positiv beeinflusst. (Dafür ist es ein Bischen zu früh, aber ich werde wieder berichten, ob sich das nachhaltig etwas gebessert hat. Der Subjektive Eindruck nach ZK Wechsel, Adaptionsreset und NOx Sensor Wechsel deutet für mich darauf hin.)
    • Mindestens +/-10mbar bei den Getriebeadaptionswerten in der Ungenauigkeit liegen (vergleiche 140Tkm und 140Tkm + 30km Werte).
    • ... meine Index 08 Injektoren noch halbwegs OK sind (klopfe auf Holz!).
    • ... Fahren im Homogenbetrieb den NOx Kat nicht zusetzt (keine Probleme im Fehlerspeicher nach 30km Landstrasse)

    Viele Grüsse, Andy

    Gibts da eigentlich Neuigkeiten? Kommen die wieder ins Programm oder haben wir einfach Pech, wenn es uns einen von den Dingern "lupft"? Ist der N53 der einzige Motor, wo genau diese drin sind? Leebmann sagt mitlwereile "nicht mehr lieferbar".


    Ich habe jedenfalls gerade entdeckt, dass ich nach >100tkm wohl noch alle originalen Baustand 08 drin habe (auch wenn ich mir jetzt mal einfach keine Sorgen mache^^).


    Cheers, Andy

    Moin,


    Ich habe im Endeffekt einen original NOx Sensor bestellt, 6 original (Delphi) Zündpsulen und 6 NGK Kerzen (siehe oben), habe aber noch keine Zeit gehabt, die Sachen einzubauen.


    Dank des Tips von @MuDvAyNe (einfach mal draufschauen, ne^^), habe ich auch rausgefunden, dass ich alle Injektoren 13537589048 - 08, also Baustand 08 habe. Das finde ich jetzt erstmal nicht so geil, aber auch nicht dramatisch. Sind aber dann wohl noch die originalen *Klopfe auf Holz*.


    Der Fehler des NOx Sensors ist bei mir auch nicht immer vorhanden, sondern liegt stand heute einige 100 Kilometer zurück. Ich muss mal drauf achten, ob der unruhige Motorlauf ohne Sensorfehler stattfindet oder mit - im letzteren Fall also wenn er vermeintlich nicht mehr im Schichtladebetrieb läuft.


    Cheers, Andy

    Nice, vielen Dank für eure Antworten!


    AltinB1306, Überlegung Wert. Bei den aktuellen Spritpreisen und ca. 0.5l erhoffter Verbrauchsreduzierung ist ein Sensor allerdings ein Argument für mich. Wiederverkaufswert ist auch ein Thema (will ja Niemand bescheissen aber aktuell Plane ich eben damit die Kiste nicht länger als noch 3 Jahre zu fahren). Wenn Sensor und Kat. das durchhalten, war es dann für mich quasi kostenlos. Ich erhoffe mir weichere Schaltvorgänge im Teillastbetrieb. Unsinn?


    MuDvAyNe, ich nummeriere mal deine Antworten :P


    1. Das ist jetzt ein Bischen akademisch, aber der NOXEM soll ja aufgrund der "optimalen" Werte das NOx Regenerationsintervall verlägern. Ist dieses dann aufgrund der "Realität" nicht zu lang und der NOx Kat geht mit der Zeit zu? Oder sättigt er einfach ohne Folgen und der Rest geht eben hinten zum Rohr raus? Hier argumentiert jedenfalls jemand folgendermassen: "[...] dass man die Regenerationsintervalle so lange wie möglich macht [...] kann nur [...] zu einer Schädigung des NOx-Kats führen. [...]". Was meinst du zu dieser Aussage aus dem Motor-Talk Forum?

    2. Jop, trotz Leebmann Aktion heute würde das ganze auf unverschämte 420€ kommen^^

    3. Noted. Habe ich mir bereits gedacht und auch schon an vielen anderen Stellen gelesen. Wenn, dann original (oder "über den NOXEM nachdenken").

    4. Alles klar, danke.

    5. Ist ne gute Frage, habe sie selbst noch nie getauscht - werde ich einfach mal machen und berichte. Kostet ja nicht die Welt.

    6. Noted. Habe keine Laufunruhe Fehler im Speicher (habe zuletzte vor ca. 10tkm ausgelesen, lese aber nochmal aus).

    7. Noted, habe gerade den Thread gelesen und leicht erhöhten Puls bekommen.

    8. Noted. Habe letztes Jahr den Ventildeckel getauscht und wirklich "peinlichst" darauf geachtet, dass ich kein Staubkorn in die Dinger bekomme^^. Klopfe auf Holz.

    9. Noted. Wo sehe ich bei den Dingern eigentlich den Baustand?

    10. Noted.

    11. Noted.

    12. Noted.


    Bisher tendiere ich dazu den Sensor einmal für die unverschämten 420€ original zu tauschen (wie eingangs beschrieben: Wiederverkauf ein Thema, will nichts verschweigen), und wenn das dann nix war "über den NOXEM nachzudenken" und den Wagen zu Ende zu fahren.


    Cheers, Andy

    Moin,


    meiner wirft seid einiger Zeit die einschlägigen NOx Sensor Fehlercodes:

    • 12C008 Stickoxidsensor, elektrisch: Kurzschluss
    • 12C208 Stickoxidsensor, Lambda linear: Kurzschluss
    • 12CD01 Stickoxidsensor, Lambda binär: Kurzschluss
    • 12CD01 Stickoxidsensor, Eigendiagnose: Grenzwert 1 überschritten.

    Ich frage mich gerade, was ich machen soll:

    • Einfach neuen Stickoxidsensor rein und weiterfahren? Aber: ich weiss nicht, was Ursache und was Wirkung ist. Er riecht beim Kaltstart deutlich nach Sprit, könnte das ein Indiz für Injektor oder Spulen / Kerzen sein? Bisher nie MKL geworfen. Mache ich mir einen neuen NOx Sensor direkt kaputt in so einem Fall oder sind das EInzelfälle ohn ursächlichen Zusammenhang, von denen hier bereichtet wird?
    • Direkt NOXEM rein und weiterfahren? Aber: Todesurteil für den Kat oder? (Weil er ja nicht der Wahrheit gemäss entschwefelt?) Doch: ist der nicht eh bald "hin"? Und: ganz klar Illegal, zumindest in D, daher rein hypothetisch in Hinblick auf einen Umzug zu diskutrieren.
    • Genauere Fehleranalyse machen? Aber: was?

    Fahre seid ca. 30tkm mit dem Fehler. Verbrauch laut Instrument 9.5l/100tkm, als ich den Wagen übernommen hatte, hatte ich ihn mit ca. 9l/100km bewegt, fahre jetzt aber auch häufigere kürzere Strecken (20-30km) im Vorgebirge und bei stockendem Verkehr. Injektoren und Zündspulen sind von mir nie gewechselt worden, keine Ahnung, was der Vorbeseitzer alles machen musste, gibt ja auch einfach viele völlig unauffällige N53. Selbst ca. einmal pro Jahr Startruckler, nie Leistungsverlust, einzig ab und zu mal Drehzahlschwankungen im LL aber meist mehr oder weniger unruhige Schaltvörgange nach "Tagesform" also machnmal Butterweich über alle Gänge, an anderen Tagen halt nicht. (Getriebeadapation ist noch OK).


    Möchte den Wagen eigentlich gerne noch bis ca 175tkm / +3 Jahre fahren, ist innen sehr gepflegt und OK ausgestattet; aktuell habe ich auch null Lust mich nach was neuem umzusehen. Frau meint es wird dann eh erstmal ein T6 wegen Familienzuwachs, und wenn ich dann nicht mehr pendeln muss, bin ich die Freude am Fahren los, wenn ihr versteht. Bevorzuge daher schon eine Lösung, mit der ich erstmal leben kann.


    Was nicht in Frage kommt ist:

    • Verkaufen mit schlechtem Gewissen / jemand bescheissen
    • Unverhältnismässig viel Geld in die Hand nehmen

    Was meint ihr?


    Viele Grüsse, Andy

    Moin,


    bei mir war der Harriss ziemlich genau Mitte der Haube, hat man sofort erkannt, als man die Akustikabdeckung runter hatte. Öl ist da eigentlich gar nicht wirklich rausgeleckt, aber dann war halt klar, dass die ganze Haube neu musste. Wenn du die Haube einmal in der Hand hast, kannst du schon sehr gut sehen, ob was gerissen ist, oder nicht. Ich hätte sonst - gegen anraten vieler hier - wohl erstmal nur die Dichtung getauscht. Heute würde ich das auch nicht mehr machen, denn es war, wie gesagt, ne Fummelei, die ich niemandem 2x wünshen würde. Ausserdem empfehlen viele den Deckel allein schon wegen der Membran auszutauschen, die es im Original nicht einzeln gibt. Im Zweifelsfalle legst du dir auch eine Haube auf Halde und entscheidest spontan, so würde ich das wohl jetzt machen.


    Die N45 Haube ist die gleiche wie die N53 Haube, hatte mir also dieses Video angeschaut (da sieht es trivial aus^^). Den Trick mit der Langnuss habe ich von einem Schweizer Video und ich habe auch genau diese Nuss gekauft.


    Bin ca. 10000km seither gefahren, bisher keiner neuen Probleme.


    Viele Grüsse, Andy

    So Leute,


    Der Deckel ist drauf.


    TL;DR: Wenn dafür Jemand 160€ die Stunde will und sagt er braucht 4 Stunden, und das dann gewissenhaft erledigt, würde ich heute dafür ohne nachzudenken bezahlen^^. Ich bin froh, habe ich es letztlich bei den Schwiegereltern in der Scheune und nicht unter der Laterne gamacht.


    LANGVERSION: Ich habe die Arbeit gemacht, weil ich nach dem letzen Mal beim Freundlichen den Dicken mit Schlenzer auf dem Leder, mutmasslichem Kratzer im Klimakühler und fehlenden Schrauben zurückbekommen hatte (und weil ich ein Bischen bock darauf hatte).


    Ich kann jetzt jedenfalls die Fragen von mir selbst oben beantworten:

    1. Habe wirklich keine Teilenummern im ISTA gefunden, habe mich also bei Leebmann durchgeklickt. -> gibts wohl auch nicht.
    2. Injektoren müssen nicht raus, habe es ohne gemacht muss aber sagen: hätte ich das Werkzeug gehabt um die PTFE Dichtungen einzupassen, hätte ich die Dinger wohl rausgenommen. Die Haube kriegt man runter und rauf ohne, aber es ist schon ein Bischen ein Gemurkse (siehe Punkt 5.).
    3. ISTA ist nicht ganz Idiotensicher; Anzugdrehmomente sind aber in allen kritischen Fällen eindeutig bezeichnet.
    4. Es geht ohne Ausbau des Rails, ist laut ISTA nicht gefordert. Hatte auch nicht das Gefühl, dass es einfacher gewesen wäre. Dranlassen also.
    5. Das Problem ist, dass sich aussen an der Dichtung viel Sand und Schmodder sammelt, den man beim besten Willen nicht wegkriegt. Wenn man also den Deckel "abhebelt" (der klebt fest), verteilt sich das Zeug ein wenig auf der Stirnfläche des Zylinderkopfes und da sollte man es wohl wieder wegwischen. Ist gerade wenn man die Injektoren nciht ausbaut eine Fummelei, weil die Finger da nicht durchpassen (auch die Finger meiner Frau nicht). Ich habe das Gröbste was so "rumlag" vor abgesaugt und alles um die Druckleitungen mit Druckluft abgeblasen. Ich habe den Kabelbaum *nicht* abgenommnen (siehe unten). Wenn der bei euch arg verdreckt ist, fällt euch der Schmodder in den Zylinderkopf also reinigt ihn vorher, oder besser: nehmt den Baum ab, würde ich jetzt definitiv so machen.
    6. Ich würde es unter keinen Umständen ohne die Gumminippel machen. Die Druckleitungen werden Metall auf Metall abgedichtet. Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert, wenn da ein Sandkorn dazwischen hängt. Auch will ich nicht Wissen, was im Injektor passiert, wenn man was in der Leitung hängen hat. Nachdem die Druckleitungen ab sind, ist noch einiges an gemurkse nötig, und man ist schnell mal mit dem Ärmel oder irgendeinem Teil drüber. Ich habe letzteindlich so Gumminippel für Pulverbeschichtungsarbeiten aufgezogen (12 12er für die Schrauben und 12x 8er für die Leitungen habe ich genommen). Mit Plastiktütchen wäre das eine arge Fummellei geworden. Sonst halt beim freundlichen die Kappen für die Spritleitungen holen, lohnt sich meiner Ansicht nach schon. Spritleitungen sollen Laut ISTA gekennzeichnet werden und auch genau dort wieder eingebaut werden, wo sie herkommen. Habe ich dann auch so gemacht.


    Werkzeug

    • 12er Langnuss habe ich falsch geschrieben, ist ne 10er -> Anzugdrehmoment 8Nm
    • Plastiktütchen -> würde ich nicht machen, siehe Punkt 6
    • Drehmomentschlüssel + Einsteckratsche + Aufsätze für die Schrauben -> Anzugdrehmoment 9Nm (ich kam bei der letzen Ecke auf der Beifahrerseite nicht mit einer geraden Verlängerung bei (habe aber auch die Dort sitzende Domstrebe nicht abgenommen), habe also mit Gelenk und etwas mehr Drehmoment nach Gefühl angezogen. Ich bin enorm froh gewesen, habe ich einen 3/8" Nusskasten gehabt. 1/2" ist definitv zu dick, 1/4" wäre mir zu fimschig gewesen.
    • Drehmomentschlüssel + Einsteckmaul für die Spritleitungen (14er Gabel) -> Das geht nicht, kommt man nicht bei. Ich habe dann doch Krähenfüsse genommen und ich hätte definitiv nicht das richtige Drehmoment im Gefühl gehabt. War also froh, dass ich die Leitungen ordentlich anziehen konnte (23Nm +/- 3Nm, umrechnen nicht vergessen).
    • Teleskopspiegelchen, Taschenlampe, Magnet, Staubsauger, Gartenschlauch, Sprengringzange, Druckerpapier -> Lebensretter ;) (Siehe unten)


    Was ich noch (auf die Harte Tour) gelernt habe:

    • Baut die Scheibenwischer als erstes ab, und zeichnet die Position direkt an der Schraube an. Was ersteres angeht: Ich habe zuerst die Abdeckung über dem Bremsausgleichsgefäss auf der Fahrerseite abgenommen und mir ist der schwarze Abdeckpenüpel dort reingesaust. Musste mir mit einem Staubsauger und Gartenschlauch behelfen und habe buchstäblich im Trüben gefischt … bis es dann irgendwann mal "Plop" gemacht hat und ich ihn an der Angel hatte. (Ausserdem: mein Gott, da war ein halber Laubhaufen drin!)
    • An die drei Schrauben hinter der mittleren Schallisolierung kommt man nur gut ran, wenn man Wischer und Abdeckung für Windlauf ab hat und wenn man schon die fahrerseitige Schallisolierung runter hat. Soweit so gut. Die drei Schrauben hinter der Isolierung haben drei kleine Plastikscheiben, welche die Schrauben festhalten. Wenn man die Schrauben ganz rausdreht, dann liegen die Scheiben einfach da und fallen leicht runter. Würde also nächstes mal die Schrauben nur lose machen. Die Scheiben sind praktisch, um die Abdeckung wieder einzpassen und dabei die Schrauben zu behalten -> Anzugdrehmoment 5Nm für alle diese und ähnliche Schrauben.
    • Ich habe den Kabelbaum nicht abgenommen. "Wird schon gehen". Ging auch, war aber nicht sehr elegant. Vor allem, weil beim abheben des Deckels die Metallhülsen für die Zündspulen unten rausgeflogen sind und so den Deckel unnötig "verlängert" haben, was mich zum nächsten Punkt bringt …
    • … die geschlitzen Hülsen für die Zündspulen: ich denke, es ist sinnvoll, diese *vor* dem Ausbau des Deckels rauszunehmen. Die haben neben dem Schlitz zwei Bohrungen, wo man sie greifen kann. Ich würde sie wohl nächstes mal da versuchen mit einer Sprengringzange zusammenzudrücken und über die Arretierungskeile im Deckel nach oben rauszuziehen. Vielleicht ist das allen hier klar, mir war es das nicht.
    • Den Deckel muss man schon mit etwas Gewalt lösen. Wir haben an der vorderen Karosserieversteifung mit einer Holzlatte angesetzt und dann von unten gegen die Anschraubpunkte der Verkleidung gehebelt, sodass der Deckel zuerst in Fahrtrichtung los kam.
    • Mir ist direkt beim Ausbau Öl in die Zündkerzenschächte gelaufen. Ich habe dann ein halbes A4 Papier gerollt, dort bis zum Boden reingesteckt (Bischen Fummeln), das hat das Öl über Nacht rausgezogen.
    • Wenn ihr den neuen Deckel fast drauf habt, fühlt nochmal überall mit den Fingern ob die Gummidichtung richtig liegt. Meine war vor dem Einpassen perfekt drin, danach nicht mehr. Um ehrlich zu sein, hatte ich den Deckel schon aufgelegt und die Schrauben mit den Fingern "festgezogen" als ich nochmal mit Spiegelchen und Taschenlampe um die Ränder ging um die Dichtung zu kontrollieren … und siehe da: an einer Ecke war sie nicht zu sehen und Hing im Block.
    • Der Mensch ist ich bin wirklich fehleranfällig. Obwohl ich vollkonzentriert war beim Anziehen des Deckels habe ich direkt ein paar Schrauben vergessen. Das habe ich erst gemerkt, als ich nochmal alle Schrauben in anderer Reihenfolge mit dem Drehmomentschlüssel "kontrolliert" habe. (Ich habe mehr oder weniger von innen nach aussen über Kreuz angezogen. Im ISTA steht nix zur Reihenfolge.). Hilft bei den Spritleitungen übrigens auch. Wenn euch nach dem Anstecken der Batterie schon die Sosse entgegen kommt, sind sie wohl nur handfest. Mehr sag ich dazu nicht ;)
    • Die Letzte Schraube der Schallschutzisolierung ist mir direkt auf die Unterbodenverkleidung gefallen. Ich habe geschlagene zwei Stunden alles abgeklopft, abgesaugt, mit dem Spiegel geschaut und überall da aufgemacht, wo ich von der Seite bei konnte (habe keine Grube) … und nix gefunden. Bis meine Frau mit einem starken Magneten kam; damit haben wir die Schraube von unten! lokalisiert und an den Rand der Verkleidung gezogen, wo wir sie dann über die an zwei Stellen gelöste Verkleidung an der Fahrerseite "auswerfen" konnten. So war das ne Sache von einer Minute. Hätte ich gleich so machen sollen. Wäre ich aber selbst im Leben nie drauf gekommen.


    Alles in allem: Deckel Abnehmen, neuer drauf: 15min. Den ganzen Mist drumherum: vieeel Zeit.


    Für mich (der F11 ist mein erstes Auto, habe davor also auch nicht am 1er Golf geübt) war es schon eher ätzend. Alles in allem - von Auto ist in der Scheune bis Werkstatt wieder aufgeräumt - habe ich ca. 1.5 Tage gebraucht. Ganz zu schweigen von der Recherchearbeit vorher.


    Cheers, Andy


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    Top, danke für die schnelle Antwort :) Habe auch gestern erst gecheckt, dass der mechanische Aufbau ja quasi gleich ist wie beim N54 und da gibt's haufenweise Videos bei denen an dieser Stelle auch Niemand mit dem Drehmomentschlüssel hantiert ;) Bin jedenfalls beruhigt.


    Cheers, Andy

    1. Der Deckel ist gekommen, und es ist der Richtige, Dichtung und Schrauben und Erdungsbolzen sind dabei.


    Ich habe mir das ganze nochmal angeschaut mit den Spritleitungen. Mit einem normalen Einsteckmaul für den Drehmomentschlüssel kommte ich da nicht bei: Für die Montage der Spritleitungen empfiehlt BMW das Montagewerkzeug 0495909. Das ist ein Klauenschlüssel / Krähenfuss. Kann Jemand berichten, der den Umbau schon gemacht hat ob ihre den verwendet habt, habt ihr einen "normalen" Krähenfuss genommen oder habt ihr die Spritleitungen einfach "nach Gefühl" angezogen?


    Cheers, Andy