Die AC-Schnitzer arbeitet im Gegensatz zu den anderen üblichen Verdächtigen auch mit einer Manipulation der Einspritzmenge mittels direkter Ansteuerung der Injektoren. Die Einspritzdauer wird dadurch verlängert. Daher ist der Kabelbaum auch deutlich ausgeprägter. Damit hat sie m.M.n. ein Alleinstellungsmerkmal.
Letztendlich hängt an einer höheren Einspritzmenge aber auch ein höherer Raildruck bzw. höhere Fördermenge und somit Mehrbelastung für die Hochdruckpumpe. Denn die muss den Kraftstoff ja vorhalten.
Da bauen auch die restlichen CRD-Boxen drauf: Erhöhung des Raildruckes, um in den "serienmäßigen" Einspritzzeiten mehr Kraftstoff einzuspritzen.
Der Erhöhung des Ladedruckes kommt dann "rechnerisch" automatisch, da es sonst zu Rußbildung kommt.
Das Ergebnis des Kennfeldschubsers ist ganz ähnlich, nur das der halt die Parameter Einspritzmenge und Ladedruck im Kennfeld verarbeitet. Die Zusatzbelastung für den Motor ist die gleiche. Die Frage ist nur immer: woran erkenne ich ein guten Tuner.....
Die ganz billigen (Racechip) sind nur am Raildruck angeschlossen.
Etwas höherwertige (z.B. Speed-Buster, DTE) kommen zumindest noch mit einer Überwachung von Ladedruck und Nockenwellenposition daher.
Für alle Boxen bis 1000 EUR gilt: die versprochene Leistungswerte werden i.d.R. nicht erreicht. Ist selbst aus den Testergebnissen erkennbar, die die Hersteller auf ihren Homepages eingebunden haben, wo sie immer als Testsieger hervorgehen.
Bei einem 530d kann man m.M.n. gerne auch zur einer (3-Kanal) Railbox greifen, wenn man sich darüber im klaren ist, dass man vielleicht nicht das Optimum dabei herausholt. Die tatsächliche Leistungssteigerung fällt aber noch so moderat aus, dass die Technik das noch einigermaßen aushält.
Ich habe mittlerweile Erfahrungen mit einer Box von DTE sowie Speedbuster. Die DTE ist in meinem 525d drin. Läuft prima, wenngleich das Serienkennfeld beim 525d (im Gegensatz zu 530d) mit der hart abgeschnittenen Drehmomentkurve bei 450 NM nach einem ordentlichen Chiptuning schreit. Denn das kann die Box nicht richtig eleminieren. Vorteil DTE: Gutachten zur Legalisierung dabei und kein Stress mehr.
Die Anbieter der namhaften Boxen sind im übrigen so schlau, dass sie in den ganz hohen Drehzahlen die Leistungssteigerungen deutlich reduzieren. So kommt es, dass die reinen Messwerte für Beschleunigung 0-100 und Topspeed sich nicht in dem Maß unterscheiden, wie es die versprochene Mehrleistung erwarten lässt. So hält man sich aber wohl Ärger vom Hals, weil die Fahrer bei Flatout so die Motoren nicht schrotten. Die veränderten Elastizitätswerte sind ab deutlich spürbar, was mir persönlich wichtig war. Bei Steigungen und Überholvorgängen wird nicht mehr so weit zurück geschaltet wie früher.