Beiträge von oli_b

    Serato hat schon Recht . Wenn ein Tuner sein Handwerk versteht geht das schon. Jeder Motor ist individuell .

    Und worin macht sich das aus? Was ist an dem Kennfeld von deinem 5er anders, als an dem, der 2 Tage später vom Band gelaufen ist? So dass es anders verändert werden müsste, wie das von Anderen?
    Und wie bekommt ein Tuner, wie Seranto das so "individuell" hin? Die haben doch auch keinen Prüfstand. Da wird ein Trasdata / Genius dran gehangen und dann müssen sie auch auf einen File-Service zurück greifen. Das muss ja nicht schlecht sein..... aber wirklich individuell ist das auch nicht. Maßgeblich qualitativ abhängig von der Firma, die wirklich die Entwicklungsarbeit geleistet hat. Das Ausgangskennfeld bei gleichen Fahrzeugtypen ist dann immer gleich.

    Das macht vlt dein Tuner 8|

    Ich habe keinen Turner, sehe das aber recht realistisch: eine gute Abstimmung erfordert Wissen, Erfahrung und Equipment. Die ganzen nicht markenunspezifischen Turner können gar keine eigene Entwicklung leisten. Das ist viel zu umfangreich.


    Chiptuning optimiert für die Steuerung und Regelung des Motors wichtige Parameter. U.a. werden abhängig von Temperaturen und Lastzuständen je nach Motorenkonzept Einspritzmenge, Einspritzzeitpunkt, Einspritzdruck, Ladedruck, Luftmasse und Zündzeitpunkt verändert.


    Die meisten haben ja noch nicht mal einen eigenen Prüfstand....


    Und zum Thema Individualität: warum sollte sich ein Kennfeld von 2 identischen Fahrzeugen unterscheiden?


    Ich will das ja nicht schlecht reden. Bis selber 5 Jahre klassisches Chiptuning in meinem 320d bis tkm Stand 210 gefahren. Damals noch selbst eingelötet. Und ich war durchaus zufrieden.


    Nur sollte man eben auch akzeptieren, dass die Entwicklung der namhaften Herstellers der CRD Boxen auch nicht stehen geblieben ist und die Dinger in der breiten Masse nicht schlecht sind. Unabhängig der teilweise heiß - wenn auch nicht oft wirklich fachlich fundiert - diskutierten Vor- und Nachteile beider Methoden ist viel mehr die individuelle Qualität des Produktes entscheidend, als irgend welche Phrasen der jeweiligen Anbieterfraktionen.

    Ich frage mich immer, was daran individuell ist, wenn der Chiptuner den File zu einem Fileservice schick und wieder zurück bekommt bzw. einfach auf eine File-Datenbank runterläd.

    Die AC-Schnitzer arbeitet im Gegensatz zu den anderen üblichen Verdächtigen auch mit einer Manipulation der Einspritzmenge mittels direkter Ansteuerung der Injektoren. Die Einspritzdauer wird dadurch verlängert. Daher ist der Kabelbaum auch deutlich ausgeprägter. Damit hat sie m.M.n. ein Alleinstellungsmerkmal.


    Letztendlich hängt an einer höheren Einspritzmenge aber auch ein höherer Raildruck bzw. höhere Fördermenge und somit Mehrbelastung für die Hochdruckpumpe. Denn die muss den Kraftstoff ja vorhalten.


    Da bauen auch die restlichen CRD-Boxen drauf: Erhöhung des Raildruckes, um in den "serienmäßigen" Einspritzzeiten mehr Kraftstoff einzuspritzen.
    Der Erhöhung des Ladedruckes kommt dann "rechnerisch" automatisch, da es sonst zu Rußbildung kommt.


    Das Ergebnis des Kennfeldschubsers ist ganz ähnlich, nur das der halt die Parameter Einspritzmenge und Ladedruck im Kennfeld verarbeitet. Die Zusatzbelastung für den Motor ist die gleiche. Die Frage ist nur immer: woran erkenne ich ein guten Tuner.....


    Die ganz billigen (Racechip) sind nur am Raildruck angeschlossen.
    Etwas höherwertige (z.B. Speed-Buster, DTE) kommen zumindest noch mit einer Überwachung von Ladedruck und Nockenwellenposition daher.
    Für alle Boxen bis 1000 EUR gilt: die versprochene Leistungswerte werden i.d.R. nicht erreicht. Ist selbst aus den Testergebnissen erkennbar, die die Hersteller auf ihren Homepages eingebunden haben, wo sie immer als Testsieger hervorgehen.


    Bei einem 530d kann man m.M.n. gerne auch zur einer (3-Kanal) Railbox greifen, wenn man sich darüber im klaren ist, dass man vielleicht nicht das Optimum dabei herausholt. Die tatsächliche Leistungssteigerung fällt aber noch so moderat aus, dass die Technik das noch einigermaßen aushält.
    Ich habe mittlerweile Erfahrungen mit einer Box von DTE sowie Speedbuster. Die DTE ist in meinem 525d drin. Läuft prima, wenngleich das Serienkennfeld beim 525d (im Gegensatz zu 530d) mit der hart abgeschnittenen Drehmomentkurve bei 450 NM nach einem ordentlichen Chiptuning schreit. Denn das kann die Box nicht richtig eleminieren. Vorteil DTE: Gutachten zur Legalisierung dabei und kein Stress mehr.
    Die Anbieter der namhaften Boxen sind im übrigen so schlau, dass sie in den ganz hohen Drehzahlen die Leistungssteigerungen deutlich reduzieren. So kommt es, dass die reinen Messwerte für Beschleunigung 0-100 und Topspeed sich nicht in dem Maß unterscheiden, wie es die versprochene Mehrleistung erwarten lässt. So hält man sich aber wohl Ärger vom Hals, weil die Fahrer bei Flatout so die Motoren nicht schrotten. Die veränderten Elastizitätswerte sind ab deutlich spürbar, was mir persönlich wichtig war. Bei Steigungen und Überholvorgängen wird nicht mehr so weit zurück geschaltet wie früher.

    Ich habe im Ami-Forum gelesen, dass (bei einer Limo) es mechanisch passte und der Tacho wohl gerade noch so richtig ging.


    Bei uns werden die rd. 3,5% Abweichung im Abrollumfang und somit auch Tacho wohl zu grauen Haren beim Prüfer führen ;-). Wird so ohne weiteres bestimmt nicht gehen, wenngleich wohl kein Risiko daraus zu erwarten ist....

    Was mir extrem auffällt ist die Warmfahrphase: Sobald der Motor 70° Kühlwasser/80° Öl überschritten hat geht der Verbrauch Schätzungsweise 15% zurück. Ich merke es extrem an der Entwicklung der Reichweiten Anzeige bzw. in der Verbrauchshistorie.

    Kaltstart beim 6-Ender ist der Verbrauchskiller Nr.1. Ich habe den automaisch nach 4 h resettenden Reise-BC immer aktiv. Die gleiche Strecke von 15 km mit Kaltstart oder Warmstart macht einen größeren Unterschied als 15%, wenngleich die Temp. auf den 15 km ja bereits zunimmt und ggfs. sogar Betriebstemp. erreicht wird.