Beiträge von A76

    Ich wollte nichts mehr schreiben. Aber das will ich noch zeigen, was heute möglich ist.


    Ich wollte mal privat was konstruieren, das Druck aushalten soll. Dazu habe ich nur ein CAD-Programm mit einer ganz einfachen Finite-Elemente-Berechnung. Das Programm selbst hat mir einiges an Geld gekostet. Und ich zahle auch immer noch jedes Jahr so genannte Wartungsgebühren.


    Zuerst ein einfaches Aluminium 3.0205


    [Blockierte Grafik: http://ksah.eu/offen/SW/01.JPG]
    Ich kann mir genau zeigen lassen, wo welcher Sicherheitsfaktor herscht. An der roten Stelle bin ich unter 1.


    [Blockierte Grafik: http://ksah.eu/offen/SW/02.JPG]
    An der roten Stelle ist die größte Streckgrenze des Materials. Dort wird das Alu plastisch verformt, es reißt dort ein.


    [Blockierte Grafik: http://ksah.eu/offen/SW/03.JPG]
    Dabei verformt sich das Teil dort nicht mal.


    Selbes Teil, wir nehmen nur ein besseres Aluminium. 3.0515 Das habe ich per Zufall ausgewählt, weil es schnell gehen soll


    [Blockierte Grafik: http://ksah.eu/offen/SW/04.JPG]
    Jetzt habe ich überall eine Sicherheit von 1,24


    [Blockierte Grafik: http://ksah.eu/offen/SW/05.JPG]
    Die Stelle ist dort immer noch Rot. Aber ich überschreite nirgends die Streckgrenze. Das Teil kann sich nicht plastisch verformen. Man könnte Material entfernen.



    Das ist nur ein CAD-Programm. Da gibt es Ingenieure die sich darauf spezialisiert haben und auch bessere Software. Man kann die Materialien berechnen und sogar die Temperatur mit einbeziehen. Ich kann es nur bei Raumtemperatur, oder ich muss die Streckgrenze der Temperatur anpassen. Je heißer die Materialien werden, desto weniger fest sind sie. Man kann also schon in der Konstruktion sagen wie die Teile halten und wo der Knackpunkt ist. Man kann die Teile so lange optimieren, dass es passt. Da fließen aber auch Gewicht und Volumen mit ein.


    Dann wird das Teil einzeln geprüft, ob es sich wie erwartet verhält. Es könnten ja falsche Annahmen getroffen werden. Zum Schluss muss der ganze Motor auf dem Prüfstand beweisen, dass alles richtig gerechnet wurde.


    Fazit: Es gibt praktisch keine Sicherheiten mehr. Die Materialhersteller bauen Sicherheiten ein und die Motorenbauer. Aber das wird alles aufs Minimum reduziert. Die Zeiten, wo man Pi mal Daumen gerechnet hat, sind schon lange vorbei. Auch wenn die Tuner behaupten, es hält, hoffen doch alle dass die Motoren nicht zu lange belastet werden und das nichts passiert.


    Warum sind die Drehmomentkurven oben flach? Die Motoren werden per Steuergerät gedrosselt, weil bekannt ist, dass man den Motor darüber überlastet. Wäre das nicht, wäre die Kurve oben rund.


    Aber ich prüfe meine Konstruktionen selbst nur grob. Muss was gerechnet werden, lasse ich es von Spezialisten machen. Die haben mehr Erfahrung als ich.

    Zitat

    Seit dem wurden noch 765.000 E9x gebaut. Dabei hatte ich beim 325d mal einen Anteil von ca. 8,5% an der Motorenpalette aufgeschnappt. Hochgerechnet auf Limo und Coupe ergibt das 65.000 Stück

    Wenn man beim Motor 100 Euro einsparen kann, macht das bei der Stückzahl schon 6.500.000 Euro. Und das man nur am Kolben 24 Euro spart hat Saugnapf vorgerechnet. Dann kommen noch die Ventile, Pleuelstangen, Kurbelwelle ...


    Pro Ventil 1 Euro billiger, sind wieder 24 Euro usw.


    Da setzt man lieber ein Entwicklerteam hin und lässt die Bauteile umkonstruieren und berechnen. Das macht vielleicht einen Aufwand von 1 Mio Euro.


    Ergebnis: Reingewinn 5,5 Mio Euro. Und da man ja die teuren Motoren sich mehr bazahlen lässt, sieht es nochmal anders aus.

    Es gibt ein passendes Lied: "1000 Mal probiert, 1000 Mal ist nichts passiert, 1000 und ein Mal und es hat ... gemacht"
    Wie schon oft geschrieben wurde, die Motoren sind nicht vollastfest. Im Normalfall passiert nichts. Wenn man aber zB in die Alpen fährt und länger voll auf dem Pinsel tritt, kann es schnell passieren, dass es den Bauteilen zu heiß wird und irgendwas nachgibt. Mit einer Leistungssteigerung wird es wärmer im Zylinder. Und die Kolben können zB die Wärme nicht schnell genug abführen. Beschleunigt man nur mal kurz auf der Ebene, passiert im Prinzip nichts. Es kann einen kleinen Wärmestau geben, der aber schnell wieder abgebaut wird, wenn die Geschwindigkeit erreicht ist. Im Gebirge staut sich die Wärme richtig.


    Haben die Motoren mehr Leistung werden auch entsprechende Bauteile eingebaut, die das abkönnen. Im Lager wird natürlich nur das beste Bauteil vorgehalten. Dieses kann man auch in einen schwachen Motor verbauen. Da lachen die Teile halt über die Wärme. Andersrum geht auch, aber nur kurz oder je nach Nutzung auch länger. Damit niemand durcheinander kommt, haben die jeweiligen Motoren die selben Teilenummern. Es wird ja nur das beste Teil vorgehalten.


    Das mit dem Motorblock kann ich mir nur so erklären, dass es wirklich der selbe Block ist. Der Motorblock ist nicht direkt der Wärme ausgesetzt. Es gibt Lager, Laufbuchsen, Zylinderköpfe usw. Man kann auch nicht ewig dünn gießen. (Leider selbst feststellen müssen) Vielleicht reicht die Wandstärke bei der billigen Legierung für alle Motoren. Deshalb ist überall die selbe Teilenummer angebracht. Aber das weiß ich nicht. Ich weiß nur, Chiptuning mache ich nicht. Und 200 PS reichen voll aus.

    Meine Erfahrung, es macht ungefähr 0,3 bis 0,4 Liter bei meiner Fahrweise aus. Der achte Gang ging früher bei 64 km/h raus. Ich bin in der Ebene mit 65 km/h und im größten Gang durch eine Autobahnbaustelle geschlichen. Es gab genug Aufreger, weil die Automatik nicht nach meinen Wünschen reagiert. So musste ich zB bis auf 70 km/h beschleunigen, um in einer 60 Zone mit Stufe 7 in D fahren konnte. Ich habe auch an der Kullise am Schalthebel was bearbeitet, damit ich erst nach hinten ziehen kann und dann rüber. Das Ergebnis, DS führt er trotzdem sofort aus, wechselt aber dann in den manuellen Modus.


    Ich habe mich zu den Schaltpaddeln eingelesen. Man kann kurzeitig in D die Autoamtik überstimmen. Aber ich weiß nicht wie lange. Ehrlich gesagt, jetzt vermisse ich die nicht mehr. Anfangs hat es etwas gestört, komplett manuell zu fahren. Aber jetzt macht es Spaß. Meines Wissens nach kann man das nicht codieren. Nicht einmal BMW soll das so richtig können. Das soll alles fest im Getriebe verankert sein. Aber ich kann mich auch irren.


    Noch ein Vorteil von Manuell, das Schleppmoment wird geringer. Die Automatik schaltet bei ungefähr 1050 Upm in jeden Gang automatisch zurück.


    Ach ja, ich habe einen Touring mit einer ehemaligen 3,08er Hinterachse. Beim F10 können die Schaltpunkte woanders liegen.

    Das stimmt fast. Untenrum fehlt ein halber Gang. Aber ich habe für 30 und 40 den passenden Gang. Bei 50 gibt es leichte Probleme. Ich muss mindestens 55 fahren. Bei 50 dreht der Motor ungefähr 50 Upm mehr als früher. Aber das wusste ich.


    Ich denke bei meinen Fahrprofil verschmerzbar. Auuch denke ich, dass es für einen Pkw der ständig Hänger ziehen muss, auch nicht geeignet ist.


    Mal weiter beobachten. Bis jetzt bin ich positiv überrascht.

    Ich sage noch einmal ausprobieren.


    Ich habe jemanden gefragt, der an Autos beruflich rumschraubt. Zwar eine andere Marke, aber auch da gibt es verschiedene Bauteile, die gleich aussehen und die selbe Ersatzteilnummer haben. Und wenn das andere Hersteller machen, warum nicht auch BMW. Ich jedenfalls halte inzwischen nichts mehr vom Chiptuning. Und auf der Produktionsstraße wird zu 99,99999% nichts vertauscht. Nur es kann sein, dass zB ein Motor gerade nicht verfügbar ist (zB Lkw bleibt im Stau stecken), dass man da einen höherwertigen Motor verbaut. Wobei ich mir noch nicht einmal da sicher bin.

    Was ich mich jetzt frage, warum ist in der Stadt mit einem Mehrverbrauch zu rechnen? Das Getriebe ist so fein abgestuft, da findet sich immer was passendes. Einzig, der Punkt wo die WÜK greift ist nach oben gestiegen. Aber wir reden da bei rund 20 km/h. Bei 30 km/h ist auf jeden Fall der Wandler schon außer Funktion.

    Ich habe geschrieben:

    Zitat

    Beim Motor ist es anders. Da plant man gute Motoren oder weniger Gute. Das kann man heute alles ausrechnen.

    Bei den Chips weiß man nicht was raus kommt. Beim Motor schon.


    Mein Vorschlag: Ausprobieren. Ich habe ja auch das Differential gewechselt. Wobei ich nie versuchen werde, an einen 535d das vom 520d zu verbauen. Weil ich nicht sicher bin, dass es nicht vielleicht überlastet wird. Ich werde mit dem kleinen Motor nie mein Diff oder Achswellen überlasten.


    Mein Bruder ist Autoschlosser. Früher hat er seinen Pkw auch getunt. Jetzt macht er das nicht mehr. Er hat mir bestätigt, dass verschiedene Bauteile eingesetzt werden. Auch konnte er bestätigen, dass im Ersatzteilverkauf nur das hochpreisige und hochbelastbare Teil verkauft wird. Ich hatte anfangs auch gedacht, kaufe einen 518d und mache einen 520d draus. Zum Glück ist es nicht passiert.


    Vielleicht sind die Motorgehäuse alle gleich. Gleiche Legierung usw. Es kann sein, dass man zB nicht dünner herstellen kann. Und somit reicht beim starken Motor auch eine einfache Alulegierung. Ich muss zB jetzt gerade einige Gussteile aufdicken, da sehr schlecht herstellbar.


    Aber definitiv, die Kolben sind verschieden. Das habe ich schon von mehreren Stellen gehört. Und was passiert, wenn der verbaute Kolben die Belastung nicht hält und ein Loch reingebrannt ist?

    Dann glaube es oder glaube es nicht. Das gibt es doch sogar in der Computerbranche. Die Prozessoren werden hergestellt und geprüft für was sie geeignet sind. Zum Schluss kommen immer mehr Gute heraus und die werden dann einfach auf Schwach umgelabelt. Beim Übertakten kann man dann hoffen, dass man einen Guten erwischt hat. Nur im PC geht nicht ganz so viel Geld verloren. Und die Prozessoren kosten in der Herstellung gleich.


    Beim Motor ist es anders. Da plant man gute Motoren oder weniger Gute. Das kann man heute alles ausrechnen. Warum verbauen Autohersteller M7 und M9er Schrauben. Für das Gewinde bekommt man nicht mal Werkzeuge. M6 ist zu schwach und M8 verbaut man zu viel Material. Das ist billiger extra Werkzeuge für die Gewinde herzustellen und die Schrauben bauen lassen. Die Masse machts.